Die vergessenen Opfer – polnische Zwangsarbeiter:innen in Erfurt

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Im Erfurter Südpark zeugen nur noch zwei Grabanlagen, genauer für Bombentote der Stadt Erfurt und polnische Zwangsarbeiter:innen, an die vormalige Nutzung als Friedhof. Diese Kriegsgräberstätten haben ein dauerndes Ruherecht. Sie sollen den Lebenden als Mahnmale für den Frieden erhalten bleiben. Schüler:innen des Erfurter Heinrich Mann Gymnasiums fragen sich, ob das ausreicht. Kriegsgräberstätten müssen der jungen Generation neu gedeutet werden. Diese Lernorte sind Verhandlungsräume gesellschaftlicher Debatten. Die Auseinandersetzung mit Kriegsgräbern zwingt zur Positionierung, sie sensibilisiert für die fatalen Folgen nationalistischer Einstellung und kriegerischer Gewalt. Was mussten die polnischen Zwangsarbeiter:innen in Erfurt tun? Woran starben sie? Wieso gibt es diesen Gedenkort, ohne Gedenken? Es braucht eine Informationstafel! Dazu werden sie Archive besuchen und im Idealfall eine Angehörige dieser Verstorbenen ausfindig machen und zum Gespräch einladen.

  • geplanter Projektbeginn: August 2025
  • Projektdauer: 12 Monate
  • beantragte Fördersumme: 2.000,00 €

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Thüringen

https://thueringen.volksbund.de